Lockdown 2

Jetzt ist es also fix, ab 17.11.2020 wird Österreich wieder zugesperrt. Nach soft lockdown kommt harter lockdown. Österreich war im März noch Vorreiter und Vorbild und ist nun im Herbst weltweit an der Spitze aller Neuinfektionen / Tag gemessen an der Einwohnerzahl angekommen.

Ich empfinde nichts.

Die Kinder sind ab Dienstag wieder zuhause. Distanz learning ist angesagt, über den Sommer haben beide einen PC bekommen, das Gymnasium der Tochter hat schon vor 3 Wochen einen Stundenplan für das Distanz learning erstellt. Sie ist gut angekommen in der Schule, hat erste Noten bekommen, fühlt sich wohl, sie wird auch weiterhin und zuhause ihren Weg gehen.

Der Sohn hat jetzt genau das gleiche Problem, wie Rebecca im Frühjahr: wie soll er benotet werden ohne Prüfungen? Diese Noten werden aber im Februar zur Schuleinschreibung für die nächste Schule gebraucht. Wir können nicht einmal weiterführende Schulen anschauen, weil alles zu ist. Das Lernen zuhause hat ihm im Frühjahr schon gefallen, für ihn als Autist ideal.

Ich empfinde nichts.

Der Terroranschlag vom 2.11.2020 in Wien ist nur noch eine Fußnote, dabei sind die Erkenntnisse, die wir scheibchenweise danach erfahren haben, der blanke Horror. Und dies auch nur, weil Journalisten darüber berichtet haben. Politik war immer schon so naja, aber ich dachte ehrlich, dass Ibiza der Gipfel des schlechten Geschmacks war, wo ein spezieller Mensch mit seinesgleichen herum spielt. Heute habe ich das dumpfe Gefühl, dass das Video harmlos ist gegen so vieles, das wir nicht wissen.

Ich empfinde nichts.

Die Schockstarre in der Nacht am 2.11. ist direkt in eine persönliche Schockstarre am 3.11. übergegangen, als ich um 09:37 Uhr nach 17 Jahren im Unternehmen fristlos gekündigt wurde. Innerhalb von 2 Stunden habe ich meinen Arbeitsplatz geräumt, meine Schlüssel abgegeben und das war’s. Die Kündigung war gerechtfertigt, mein Vergehen hat menschliche Enttäuschung und wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Und mir brutal die Augen geöffnet. Es ist keine Schande um Hilfe zu bitten und es tut nicht weh über sich selbst zu sprechen. Tagelang habe ich nun mein engstes soziales Umfeld informiert, jedes Gespräch war unendlich anstrengend, aber ausnahmslos alle stehen hinter mir.

Ich empfinde nichts.

Natürlich habe ich auch die ersten Behördenwege eingeleitet. Und natürlich ist es nicht besonders intelligent 6 Tage vor dem 50. Geburtstag gekündigt zu werden. Zumal in der größten Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg. Oder auch 6 Wochen vor Weihnachten. Es ist auch nicht förderlich, dass die Wohnung von der nunmehr Ex Chefin gestellt wird und man dringend mitten in der größten Pandemie seit 100 Jahren eine neue Wohnung suchen muss.

Ich empfinde nichts.

Neben dem Kündigungsgespräch war der absolute Tiefpunkt das Gespräch mit meinen Eltern. Auch sie stehen hinter mir, aber emotional war das kaum zu ertragen. Nun liegt all das hinter mehr, nur noch wenige Ausgewählte werden die Tatsachen erfahren. Es beginnt also das Scherben aufklauben und nach vorne schauen. Die Prioritäten setzen: Wohnung suchen und dabei um Hilfe bitten! Die Kinder durch den lockdown 2 begleiten. Die eigene Gesundheit checken. Alles Dinge wofür ich jetzt genau die Zeit habe, die mir immer gefehlt hat.

Krise bedeutet ja Chance, wie mir mein Therapeut gesagt hat! Ich werde die Zeit nutzen!

Schockstarre

Gegen 20:30 Uhr habe ich den Hubschrauber gehört, nicht ungewöhnlich, öfter kreisen diese über der Donauinsel. Dann gingen die Sirenen auf der Straße los und ein Blick ins Internet zeigt, dass es furchtbar ist, was derzeit in Wien abgeht.

Bis vor einer halben Stunde waren die Sirenen durchgehend zu hören und dabei bin ich nicht direkt in der Innenstadt (aber halt nahe dran). Es gibt zumindest einen toten Zivilisten, 15 Verletzte, 7 davon schwer. Aber so richtig viel wissen wir noch nicht.

Als der Wahnsinn begann habe ich den Kindern gesagt, dass Bettzeit ist, weil morgen wieder die Schule beginnt. Wir sind also sicher, meine Eltern sind coronabedingt sowieso nicht draußen, sodass mein innerster Kreis sicher ist. Aber trotzdem habe ich Angst, ich frage mich, ob die Öffis morgen überhaupt wieder fahren, ich muss ins Büro in einen derzeit abgesperrten Bereich.

Paket aus WordPress

Caro, hat mir schon mal Bücher geschickt und jetzt wieder. Ich habe jetzt von einer echten Schriftstellerin ihre echten Bücher bekommen und ich freue mich sehr. Für mich ist das wirklich etwas besonderes, weil ich selbst immer gerne geschrieben habe und da träumt man ja immer ein bisschen von der Schriftstellerei.

Das ist immer wieder für mich das eindeutige Zeichen, dass es eben nicht nur das Internet ist, nur virtuell, nur unecht. Ich habe über das Internet schon so viele echte Freundschaften geschlossen, was ohne nicht möglich gewesen wäre. Ich weiß das sehr zu schätzen.

Danke, liebe Caro ❤️ zum Verlinken bin ich zu doof, aber du machst das schon 😎

05.09.2020

Wir sind ein letztes Mal im Freibad. War ich auch noch nicht oft, im September. Noch bemerkenswerter ist nur, die Zahnlücke, die mich seit Donnerstag Mittag beschäftigt. Vorderzahn! Einfach abgebrochen, Rest darf gezogen werden, Teilprothese inklusive. Nicht nur ein finanzielles Desaster, sondern ein weiterer Meilenstein bei diesem „Alt werden“.

Am Montag beginnt die Schule in Wien, Freitag Nachmittag haben Volksschule und Gymnasium Nachrichten geschickt, WIE dieser Schulstart aussehen wird. Sie mussten die Corona Ampel abwarten. Wien wird als gelb auf der vierstufigen Skala eingeschätzt, das heißt u.a., dass die Kinder das Schulhaus nur mit Maske betreten dürfen. Für die 4. Klasse Volksschule ist das relativ egal, wir kennen uns, wir sind vernetzt. Aber, dass wir für die 1. Klasse Gymnasium erst gestern Nachmittag informiert wurden, finde ich schwach. Am Montag um 8:10 Uhr werden die 1. Klassen am Sportplatz eingeteilt, 120 Kinder stehen im Regen und suchen ihren Klassenvorstand. Dann gehen sie gemeinsam in ihre Klassen, wegen Corona Ampel gelb, bleiben die Eltern draußen. Ja, ich weiß, mit 10 sind sie eh schon groß, aber mich interessiert halt mehr als die Koordinaten der Schule.

Ich habe erstmals mit einem CoVid19 Genesenen gesprochen, ein Handwerker von uns, Mitte 40. Begonnen hat es damit, dass er den Eierlikörkuchen zum Geburtstag nicht gerochen hat. Naja, eben die Nase verlegt. Am nächsten Tag hat er ihn aber auch nicht geschmeckt. Dann kam schon Fieber. 2 Wochen und 3 Test später war er immer noch positiv. Am schlimmsten hat er die Knochenschmerzen empfunden, die er immer noch tlw hat und die Schweißausbrüche bei jeder Bewegung. Ihm wurde gesagt, dass er einen „schwachen“ Virusstamm erwischt hat und demnach eine leichte Infektion. Er wünscht das trotzdem keinem. Die Freundin hat Asthma und daher eine Lungenentzündung zusätzlich bekommen. Die Mutter wird nach 4 Wochen immer noch beatmet. Zeitgleich mit seiner Erkrankung haben in Berlin Tausende gegen die Corona Maßnahmen demonstriert. Ich verstehe das alles nicht mehr.

Ich möchte noch etwas positives zum Schluss erzählen. Wir hatten heute ein Übernachtungskind, die beste Freundin der Tochter. Sie war schon oft bei uns, auch über Nacht. Ihre Eltern sind getrennt, die Mutter ist leider alkoholkrank. Wie bei uns üblich wird beim Frühstück gequatscht, dies, das, bla, blubb. Wir reden auch wieder über WhatsApp, meine Kinder dürfen es nicht haben, wir reden wieder darüber, warum und wieso. Danach räumen die Kinder den Tisch ab und das Mädel kommt zu mir, umarmt mich und sagt:“Ich bin so gern bei Euch.“ ❤️

26.08.2020

Mein Sohn, das absolute Hautkind, als er noch kleiner war, hatte ich oft das Gefühl, dass er wieder in meinen Uterus will. Speziell, wenn er sich entspannt, hält er gern meine Hand. Wir liegen heute sehr entspannt auf einer Badewiese, die Schwester planscht mit ihrer BFF in der alten Donau, da fragt er mich, ob ich an ein Leben nach dem Tod glaube. Scheinbar ist bei meinen Kindern die Zeit der tiefgründigen Fragen ausgebrochen, also reden wir in der Wiese liegend darüber. Wir kommen zum Thema Wiedergeburt und er meint, dieses Konzept würde ihm gefallen. Er möchte gern als weiße Katze wieder geboren werden, weil Katzen müssen sich überhaupt nicht anstrengen um den ganzen Tag gestreichelt zu werden ❤️

Heute haben wir die BFF als Übernachtungsgast hier und morgen früh hole ich den X. zum Frühstück. Dann geht es mit 4 Kindern in den Prater, sie werden morgen Sky Diving machen. Ich hatte genug Gutscheine um alle 4 einzuladen, die Vorfreude ist groß! Danach gehen wir noch essen, den Gutschein der Stadt Wien ausgeben. Naja und leider ist dann schon Freitag und mein Urlaub fast um.

Der Gedanke ans Büro hat mich diesmal leider nicht ganz ausgelassen. 1. haben wir öfter telefoniert, ich hatte einfach soviel offen und 2. habe ich gleich am Montag um 10 Uhr eine Besprechung bei einem wichtigen Kunden. Und 1-3 Mietverträge, weil Monatswechsel. Und überhaupt zieht sich dieses Corona Jahr, wie so ein blöder ausgelutschter Kaugummi.

15.08.2020

Bedingt durch den Totalausfall ihres Vaters war Rebecca 5 Tage bei ihrer allerbesten Freundin untergebracht. Ich hab sie abgeholt, wir haben Einkäufe erledigt und völlig aus dem Nichts fragt sie mich, ob ich glücklich bin. Was für eine Frage nach 2 Wochen Dauerstress. Ich erkläre ihr, dass kein Mensch jeden Tag, jede Woche und jedes Monat im Jahr permanent glücklich sein kann. Dass ich daher versuche kleine Glücksmomente zu haben und durch die Erinnerung daran lange davon zehren kann. Zum Beispiel hat mir unser Urlaub Anfang Juli in Millstadt so gut gefallen, dass ich beim Gedanken daran heute noch glücklich sein kann. Ich würde meinen Zustand eher als zufrieden beschreiben, ich habe zwar viel Arbeit und wenig Geld, aber ich habe 2 Kinder und das macht mich unendlich froh!

Wir reden also darüber, sie fragt, ich frage, es ist ein schönes Gespräch auf Augenhöhe, sie wirkt so reif auf mich, da sagt sie plötzlich: „weißt du eigentlich, dass du eine richtig gute Mama bist?“ und schenkt mir damit einen weiteren Glücksmoment an den ich noch sehr lange denken werde ❤️

Eigentlich ist ja heute kein Urlaubstag, weil ich Samstag immer frei habe und noch dazu Feiertag ist, daher ist es auch kein Ding, dass ich um 18 Uhr im Büro war. Das (unzerstörte) Auto der Chefin abgestellt und schnell einen wichtigen Mietvertrag ergänzt. Ich bin seit 17 Jahren in dieser Kanzlei, im August 2003 habe ich dort begonnen, aber heute Abend habe ich erstmals Kirchenglocken läuten gehört. Irgendwie seltsam.

Unser Grätzl entwickelt sich langsam in eine nette Richtung, die 2 neuen Häuser sind fertig, endlich keine Baustelle mehr und die kleinen Läden erwachen zum Leben. Ein neuer Friseur, eine Fahrradwerkstatt und ein Café haben eröffnet. Als ich kurz nach 8 heim kam, habe ich mich ins Café gesetzt, dem Jazz vom Werstattmann gelauscht und an New Orleans gedacht. Wie jung ich damals war, wie schön die Musik aus dem Keller im French Quater klang. Ein paar Minuten träumen und an meine Glücksmomente denken!

Chaos Deluxe

Am vergangenen Samstag ist die Chefin weg geflogen und ich sollte die Pflegedame, die ich neulich an die Grenze gebracht habe, wieder holen am Montag. Daher hatte ich wieder den Mini. Was soll ich sagen, nach 25 Jahren unfallfrei wurde ich in einem Gewerbepark abgeschossen, das Auto der Chef-Tochter deutlich geschrottet, Motorhaube verzogen, Stoßstange gedellt, Scheibenflüssigkeit ausgeronnen. Aber das Schlimmste: die anderen kamen von rechts und somit ohne jeden Zweifel: meine Schuld! Ich hatte schlechte Sicht und die waren viel zu schnell, genau genommen aus dem Nichts, aber sie kamen von rechts. 4 Ungarn und ein Hund, kein Wort Deutsch,…

Später am Abend, als ich sicher sein konnte, dass die Chefin am Urlaubsort angekommen war, habe ich sie per WhatsApp informiert. So mies habe ich mich schon lang nicht mehr gefühlt! Sie ist eine Weltklassefrau und hat nur gefragt, ob alle heil sind, ich soll mir keinen Kopf machen, Auto ist Vollkasko versichert, Blech kann man reparieren, etc. Ich hatte sowieso den Auftrag ihr eigenes Auto aus der Werkstatt zu holen, also blieb der Mini gleich dort. War am Montag viel unterwegs, die Werkstatt ist im Burgenland, abends an die Grenze und zum Chef, aber die Freude am Auto fahren ist erstmal dahin.

Weil das aber fürs erste nicht genug ist, ist gestern noch die Decke in einem Haus, das ich verwalte eingestürzt. Die latente Angst jedes Verwalters, dass einmal was gröberes passiert. Die 70+ Mieterin lebt mit ihrer Mutter im obersten Stock eines Gründerzeithauses und hat ein knirschen gehört. An der Decke waren plötzlich lauter Risse, sie hat das Zimmer verlassen und die Tür von außen zu gemacht, da hat es schon gekracht. Die Feuerwehr war immerhin 2 Stunden beschäftigt, aber es hat sich gezeigt, dass „nur“ der Verputz runter gekommen ist. Jetzt sieht man die blanke Dippelbaumdecke vom Dachboden. Das Haus steht unter Denkmalschutz und in eben jenem Zimmer hat Beethoven seine Symphonie komponiert. Die Damen wohnen seit über 50 Jahren dort und ich wage die Behauptung, dass seit Beethovens Zeiten dort nichts verändert wurde.

Damit ich in diesen turbulenten Zeiten nicht zuhause übermütig werde, kann sich der Vater der Kinder seit 2 Wochen nicht bewegen, Verdacht auf Bandscheibenvorfall. Ich musste in 5 Tagen 3 Mal die Rettung holen, jedes Mal wurde er ins Spital gefahren und mit Morphium wieder heim geschickt. Also mal eben für 2 Wochen die Kinderbetreuung organisieren, weil ein vor Schmerzen schreiender Vater, der eventuell die Rettung braucht, nur semi optimal ist. Dazwischen Krankentransport zum Orthopäden, Röntgen usw checken, Schmerzmittel jeder Größe und Form besorgen, habe ich schon erwähnt, dass ich 40 Stunden / Woche arbeite?

Ab Freitag 15 Uhr habe ich 3 Wochen Urlaub und obwohl ich Anfang Juli eine Woche in Kärnten war, ich brauche diese Auszeit echt dringend! Wir glühen in der Stadt seit 2 Wochen, aber selbst, wenn es dauerhaft regnet die nächsten 14 Tage, alles ist besser, als dieser permanente Stress!

29.07.2020

Damit ich dieses Datum auch einmal verewigt habe: meine Mutter hat heute Geburtstag.

Ich werde nach der Arbeit kurz vorbei schauen, eine andere Art des Treffens gibt es nicht. Schon vor Jahren hat sie beschlossen, nichts mehr feiern zu wollen, keinen Geburtstag, keinen Muttertag, kein Weihnachten.

Ich kann mich erinnern, dass ich zu ihrem 40er eine Überraschungsparty organisiert habe. Ich bin den ganzen Tag in der Küche gestanden, habe mir sehr viel Mühe gegeben und Abends hat sie dann gemeint, dass sie sowas nicht mehr braucht. Weil die ganzen falschen Gesichter, die nur immer zu Feiern kommen, gehen ihr am Arsch vorbei.

Irgendwie erklärt diese „verpatzte“ Feier unser Verhältnis ganz gut: ich gebe mir Mühe sie nicht zu enttäuschen und enttäusche sie. Ich versuche ihr eine Freude zu machen und enttäusche sie. Irgendwann mit Mitte 30 hatte ich die Erkenntnis, dass es völlig egal ist, was ich tue, ich werde nie die Tochter sein, die sie sich gewünscht hat. Seither lebt es sich leichter für mich.

Einzig schade finde ich, dass sie ihre eigenen Enkel das letzte Mal vor 3? Jahren gesehen hat. Die haben mehr Bezug zur Oma in Deutschland mit der sie Video telefonieren als zu meiner Mutter, die in der gleichen Stadt lebt. Aber instinktiv ist es besser so, sie kann leider viel Gift streuen, selbst erlebt.

Happy Birthday, Mama!

26.07.2020

Ich hab was verrücktes getan, ich hab am Dienstag meine Haare schneiden lassen. Vor 4 Jahren wurde ein 19cm langer Zopf geschnitten, jetzt der Rest. Spontan, direkt nach dem Außendienst, die Straße runter in den nächstbesten Laden. Es war heiß, dann Gewitter, dann drückend schwül. Ich hatte durch Corona 15 cm Nachwuchs in grau/weiß der Rest war unübersehbar gefärbt. Ich wollte das nicht mehr und die Friseurin hat alle gefärbten Haare entfernt. Jetzt ist alles natur und das bleibt auch so! Irre, wie weiß ich schon bin, aber egal, ich bin froh, auch, wenn ich oft noch kurz erschrecke im Spiegel. Und Keiner, wirklich Niemand, kennt mich 😎

Die Woche habe ich ein Auto, das finde ich super genial. Dafür musste ich nur die Pflegerin vom Chef gestern Abend zur Grenze bringen. Irgendwie habe ich die Dame nicht richtig verstanden, was mit Parkplatz gemeint war und flugs war ich in Bratislava. So schnell kann es gehen. Aber irgendwo hätte ich eh umdrehen müssen 😂

Gestern habe ich auch die Tochter zu einer Freundin gebracht, sie bleibt bis morgen da. Und Raphi war auf einer Geburtstagsfeier, wo er ebenfalls spontan geschlafen hat. Ich habe mich sehr gefreut, dass er sich auch mal traut ohne Mama zu sein. Ungewohnt war es dann, so allein im Zimmer und ein kleiner Vorgeschmack auf das, was mich später einmal erwartet.

Ja und Corona gibt es auch noch. In der Woche vor meinem Urlaub hatten wir unter 500 positive Fälle in Österreich, jetzt sind es 1.500. das wird richtig spannend im Herbst,…

Urlaub

Gestern sind wir nach Kärnten gefahren und nach 24 Stunden im Paradies bin ich schön langsam entspannt. Leider mussten wir die letzten 100 km oft stehen bleiben, weil Raphael die Kurven nicht verträgt, aber um 22:30 Uhr waren wir am Ziel. Es ist traumhaft hier, wir haben direkt Zugang zum See, nur die Hausbewohner können da rein. Überraschenderweise ist das Wasser nur am Anfang kalt. Heute war strahlend schön, morgen auch noch. Die Luft ist gigantisch und nachts hört man die Flöhe husten.

Es wäre nicht mein Leben, wäre es ohne troubles gelaufen. Nach 200 km schreibt das Auto, dass ich den Reifendruck prüfen soll. An der Tankstelle ist aber alles ok, also weiter. Ich habe den Leihwagen ab 18:00 Uhr für eine Woche, spinnt halt die Elektronik. Heute müssen wir einkaufen, weil die Ferienwohnung gefüllt werden muss. Schreibt das Auto, dass ich rechts hinten Druck verliere und vorsichtig halten soll. Der Reifendruck ist überall 2,6 bar, außer rechts hinten: 1 bar 😭

Ein freundlicher Kärntner schickt mich dann zu einer Tankstelle mit Werkstatt, der Chef kommt extra hin, weil Samstag natürlich nicht da und holt einen Nagel aus dem Reifen! Zum Glück kann er das Loch stopfen und wir können unseren Urlaub genießen!

Nach 2 Wochen Dauerstress im Büro ist das dringend nötig. Das war abartig letzte Woche: 5 Mietverträge, 2 Wohnungsübernahmen und der übliche Mist nebenher. Dazu Schulschluss, Rebecca Mini Abschlussfeier, eine Auszeichnung von der Frau Direktor bekommen wegen Dienst im Elternverein, und vieles mehr.

Umso schöner ist es jetzt die Seele baumeln zu lassen.

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