Beratungsresistent

Heute waren wir auf der ersten Weihnachtsfeier in der Schule. Leider ist der Termin von 10-12 Uhr für Berufstätige ein bisschen schwierig, aber ich war halt im Außendienst. Es war eine sehr schöne Feier im großen Turnsaal, alle Klassen haben eine kurze Aufführung gezeigt, meine Tochter durfte einen Satz ins Mikrofon sprechen. Sie war völlig entspannt, hat sich sehr gefreut und ich war entsprechend gerührt! Die Direktorin, die mir schon bei der Schuleinschreibung sehr gut gefallen hat, hat sehr liebenswert moderiert und kann auch gut singen. Was mir aber wieder einmal gar nicht gefallen hat, waren so manche Eltern! Warum sind Erwachsene oft so unmöglich, gerne zu Weihnachten besonders unerträglich? Es gab wirklich mehr als genug Sesselreihen und ein Mittelgang, der frei war. Allerdings nur bis zum 1. Auftritt, dann füllte sich der Gang. Schließlich sind die Ersten von hinten gekommen und haben gebeten den Gang frei zu machen. Man kann so gar nichts sehen. Das hat natürlich nicht geklappt. Die Direktorin erkannte das Problem und hat in sehr freundlichen aber bestimmten Worten gebeten den Mittelgang frei zu machen. Das hat genau 2 Auftritte lang funktioniert, dann sind wieder die ersten nach vorn gekommen!

Ich kann nicht verstehen, warum manche Menschen so egoistisch sind. Wir sind Eltern von Volksschulkindern, wenn wir keine Vorbilder sind, wer dann?

Jedesmal wenn ein Erwachsener neben meinen Kindern bei rot über die Straße geht, rufe ich lauthals hinterher, dass WIR nicht bei rot gehen.

Mir kommt vor, dass dieser Egoismus, dieses „nur an sich selbst denken“ immer schlimmer wird! Und speziell vor Weihnachten spitzt sich die Lage zu, die letzten beiden Wochen bin ich unterwegs mehr gerempelt worden, als das ganze Jahr zusammen. Schade eigentlich!

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#Dankbar im November / Challenge

#Dankbar im November eine Challenge von Perlenmama aufgerufen und von mir am 30.11. um 21:00 Uhr gerade noch rechtzeitig entdeckt.

Ich habe soviel Sachen für die ich dankbar bin, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Also beginne ich einfach bei mir selbst.

Ich bin eben im November 46 Jahre alt geworden und sowas von gesund (trotz Übergewicht), dass es fast schon unheimlich ist. Mit meinem derzeitigen Alter war meine Mutter schon 10 Jahre chronisch krank. Mein Bruder hat seit seinem 8. Lebensjahr Epilepsie und gerade aus diesen Gründen, bin ich unendlich dankbar für meine Gesundheit! Mit 40 das erste Mal schwanger, mit 41 das zweite Kind geboren, innerhalb von 12 Monaten 2 Kaiserschnitt Geburten absolviert und außer einer zeitweisen kleinen Blasenschwäche ist nichts zurück geblieben. Wenn ich 1998 in Thailand in das Flugzeug, das nachher abgestürzt ist, gestiegen wäre, ….

Meine Kinder sind das größte Glück, das mir jemals widerfahren ist! Ich kann meine Dankbarkeit für diese beiden Engel kaum in Worte fassen, weil ich mir Zeit meines Lebens Kinder gewünscht habe und so lange warten musste! Jetzt sind sie da, sie sind gesund, sie sind lebenshungrig, sie sind fröhlich, aufgeweckt und freundlich, und es klingt sicher kitschig, aber ich bin wirklich jeden Tag dankbar, dass sie da sind!

Meine Familie mit der ich immerhin die ersten vierundzwanzig Jahre meines Lebens verbracht habe. Es war nicht immer leicht, aber ich habe meine heutige Stärke in diesen Jahren aufgebaut und ich bin dankbar, dass sie mich geprägt haben. Dankbar, dass ich die erste Generation war, die maturieren konnte.

Meine Freunde keine große Zahl, aber dafür wirkliche Wegbegleiter auf die ich mich voll verlassen kann. Mein erster Lebenspartner, der fast zwanzig Jahre älter, mit meiner bedingungslosen Liebe heillos überfordert, mir die Welt gezeigt hat. Ich habe heute noch an den finanziellen Folgen zu knabbern, aber meine Zeit in den USA, Thailand, Kambodscha und Vietnam möchte ich keinesfalls missen.

Meine Sensibilität die mich in jungen Jahren oft verzweifeln lies, haben es doch gefühlsärmere Menschen soviel leichter. Ich habe gelernt damit umzugehen und bin heute in einer Welt, wo sich kaum noch Jemand für den Anderen interessiert, dankbar für meine Fähigkeit Mitgefühl zu haben und zeigen zu können.

Das kleine Glück genießen zu können so nenne ich das, wenn ich mich am Vogelgesang auf meinem Balkon mitten in der Großstadt erfreuen kann. Die kleinen Dinge des Lebens kann ich so richtig genießen und von diesem Hochgefühl tagelang zehren.

Ja, das sind so die ersten Dinge für die ich dankbar bin, die mir spätabends mit einem Fuß schon im Bett einfallen. 

Harmonie

Ich bin ja schon eine Blog Oma und habe in meinen Anfangszeiten auf twoday auch Blogger Treffen organisiert. Damals habe ich B. kennen gelernt. Ab 2009 war dann eine kreative Pause, mein reales Leben hatte mich voll im Griff. Seit kurzem bin ich wieder aktiv und der Kontakt mit B. ebenfalls. Glorreicherweise hat sie nach mehreren „wir sollten uns wieder einmal treffen“ Posts, ein E-Mail geschrieben und das Treffen kam bald zustande. Witzigerweise wohnt sie ganz in meiner Nähe und praktischerweise hat sie einen 6 Jährigen Sohn. Vor kurzem stand ich also mit den Kindern im Schlepptau vor einer fremden Tür und dieses Treffen war einmalig. Die Kinder haben sich begrüßt, wie alte Kumpels, sie haben sich sofort prächtig verstanden und wirklich lieb miteinander gespielt. Ich bin heute noch sprachlos, wie das sein konnte, wo doch so manch andere Treffen mit bekannten Gesichtern weit weniger harmonisch ablaufen. B und ich tratschten ohne Ende, es war wirklich sehr gemütlich. Wir haben beschlossen, dass soviel Harmonie gefördert werden muss und so bin ich ihrer Einladung aufs Land gefolgt und habe das letzte Wochenende sehr genossen. Selbst das Wetter hat mitgespielt, Sonne pur, die Kinder waren trotz Kälte oft draußen, wir hatten 2 Zimmer, 1 Bad und 1 WC für uns allein (mehr Platz als zuhause), das Frühstücksei habe ich mir selbst aus dem Nest geholt! Es wurden Pizza, Kekse und sogar Brot gebacken, wir haben weiße Kängurus gesehen !, viel gequatscht und gelacht und zu guter letzt wurden wir mit dem Auto bis zur Haustür gebracht!

Der kleine Sohn von B. hat meinen Kindern mitgeteilt , dass sie wie Bruder und Schwester für ihn sind, das fand ich schon sehr herzzerreißend, überhaupt ist der Kleine zum Anbeißen! Mir wurde gesagt, dass die Kids sehr gut erzogen sind und wir überhaupt sehr angenehme Gäste wären, die jederzeit herzlich willkommen sind!

Ich finde das einfach toll, in Wirklichkeit habe ich B. erst 3 Mal getroffen aber durch die Schreiberei und das Mitlesen über Jahre fühlt man sich natürlich verbunden und einander nahe. Dies dann auch in real live zu erleben ist aber schon sehr besonders!