Aufregung

Der Plan heute war um 13:00 Wohnungsübernahme, danach ein zukünftiges Haus anschauen, gemütlich heim fahren, dann in Ruhe einkaufen, um 18:00 mit der Mutter von Raphaels Freund auf einen Kaffee und um 19:00 die Kinder von Geb. Party abholen. Gefeiert hat Raphaels „Verlobte“, ein blonder Engel, der am gleichen Tag wie er im gleichen Krankenhaus entbunden wurde! Ihre Mutter lag mit mir im Zimmer, ich hab das allerdings vergessen. Vor 3 Jahren kam sie in Raphaels Kiga Gruppe und die Mutter konnte sich an mich erinnern. Seither sind die Beiden unzertrennlich und gehen nun auch in die gleiche Schule und die gleiche Klasse. Als auch Rebecca auf der Einladung stand hab ich mich noch gewundert, fand das aber voll nett und passt.

Wie das so ist mit Plänen und erstens kommt es anders als man zweitens denkt:

Statt 13 Uhr Termin Verschiebung 14 Uhr – Ok, ich hatte ohnehin mehr zu tun als der Tag Stunden hat. Um 14 Uhr vor Ort, leider immer noch nicht fertig, halbe Stunde überlegt, dann Lösung gefunden. Ok mittlerweile fast 15 Uhr, normal am Freitag Schluss mit Arbeit. Aber ich habe Chefin Hausbesichtigung versprochen, wir brauchen die Fotos nächste Woche, egal mach ich halt weiter. Um 16:30 endlich zuhause, jetzt ist nix mehr mit „in Ruhe“, wie geplant, ich muss ja noch einkaufen und dann um 18 Uhr treffen zum Quatschen. Um 17:10 betrete ich das Einkaufszentrum, wo auch die Geb.party statt findet und der Vater vom Geb. Kind ruft an. Ganz schlecht, wenn die Party von 16-19 Uhr dauert. Rebecca ist gestürzt und weint seit 10 Minuten. Ohne sie noch gesehen zu haben, weiß ich, da stimmt was nicht. Meine Kinder sind beide nicht wehleidig. Rebecca ist völlig fertig, am Arm ist nichts zu sehen aber sie weint und weint. Der Vater will sein Auto holen und uns ins Spital bringen, ich will die Party nicht sprengen und entscheide die Rettung zu rufen. Für Raphael organisiere ich die Heimfahrt, der Vater der Kinder zum Glück zuhause. Quatschtermin absagen, Schuhe und Jacke von Rebecca holen. Kurzfristig verliere ich die Nerven, ich finde ihre Sachen nicht. Dann fällt mir ein Geb Party Kinder haben die Sachen woanders. Wieder zurück zu ihr, sie weint immer noch. Ich frage ob das weinen nicht anstrengend ist, vielleicht will sie ihre Kräfte schonen, sie hört tatsächlich auf. Nach 20 Minuten kommt endlich die Rettung. Die Sanitäter sind extrem nett und gehen voll auf die Kleine ein. Ich bin wieder überfordert, im indoor Spielplatz ist es Hölle laut, mit dem linken Ohr versuche ich der Erstversorgung zu folgen, mit dem rechten Ohr muss ich Fragen zu unseren Daten beantworten. Um 18:10 raus zum Rettungsauto, dort positiv überrascht, ich darf zwischen 2 Krankenhäusern wählen, ich nehme das in der U Bahn Nähe. Nach kurzer Fahrt dort angekommen, ein langer Weg, wir gehen durch eine völlig überfüllte Unfallambulanz, inkl. verletzter Polizist und 5 Kollegen. Zum Glück gehen wir nur durch, da ich in 8 Jahren als Mutter genau 3 mal mit den Kids im Krankenhaus war, weiß ich nicht, dass dieses eine Kinder Ambulanz hat. Rebecca flüstert, ob ich die Polizei gesehen habe, Ja Polizisten werden auch krank,..

Dann der übliche Krankenhaus Mist. Rebecca erzählt ihre Geschichte in Zimmer 1, die Frau dort schreibt mit, 30 Minuten später erzählt sie die Geschichte in Zimmer 5 wieder, die neue Frau schreibt wieder mit! Dann zum Röntgen, diese Frau fragt nichts, dann wieder vor Zimmer 5. Mittlerweile ist es 20 Uhr, wir warten auf die Diagnose. Der Arm ist knapp oberhalb des Ellbogens gebrochen und wird gegipst. Da der Vater vom Geb.kind so nett war uns zu holen und heim zu bringen, sind wir gegen 21 Uhr zuhause.

Fazit: der Tag lief anders als geplant, aber ich war genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort und habe die richtige Entscheidung getroffen. Das Kind mit dem gebrochenen Arm privat zu transportieren hätte ihr unnötig Schmerzen bereitet.

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