Kindermund

Stehe mit 3 Volksschülern, alle 3. Klasse im Gymnasium vor der Galerie der Professoren, die dort unterrichten, fragt der kleine P.: und warum heißen die alle Mag.?

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Die Diagnose

Gestern um 14 Uhr hatte ich das Diagnose Gespräch im Autismus Zentrum Wien. Es dauerte 1,5 Stunden und irgendwie schwirrt mir seitdem der Kopf. Mein Sohn ist autistisch, es wurde das Asperger Syndrom diagnostiziert.

Autismus-Spektrum-Störung und Asperger Syndrom steht auf dem Befund, diese Diagnose wird meinen Sohn, da genetisch bedingt und nicht heilbar, nun für den Rest seines Lebens begleiten.

Die Psychologin hat sich große Mühe gegeben mir die Zusammenhänge zu erklären, weil ich es (immer noch) kaum glauben konnte. Sie sagt, dass es schwierig zu diagnostizieren war, weil Raphael im Einzelgespräch, noch dazu mit einem Erwachsenen, seine Defizite so gut verbirgt, dass es fast unauffällig ist. Augenschein ist hauptsächlich die gewählte Sprache, das unglaubliche Allgemeinwissen und dass er sehr viel redet. Erst im Gespräch mit den Lehrern sind dann typische Verhaltensmuster zu erkennen gewesen. Die zeigen sich aber zuhause nicht, daher war/ist das für mich nicht erkennbar.

Er wird nun in der Schule eine Assistenz bekommen und Ergotherapie. Ende November sind wir noch einmal im Autismus Zentrum, dann erklärt ihm die Psychologin was Sache ist.

Als ich vor 30 Jahren, blutjung, diesen ganz speziellen Film gesehen habe, hätte ich nicht gedacht, dass Autismus einmal eine Rolle spielen würde in meinem Leben!