Tag 23

Diese Überschrift in der BILD Zeitung ging heute auf Twitter um. Zuerst dachte ich ja, Herr Kurz ist gemeint, aber gemeint war wohl das Lockern der Einschränkungen. Große Teile Deutschlands wurden aber gar nicht so eingeschränkt, wie wir. Quasi über Nacht, alles zu, Läden, Schulen, Gasthäuser, Kirchen, Flughäfen, Grenzen,…

Wir befinden uns in der 4. Woche der Ausgangsbeschränkungen, die Quarantäne fast aller Gemeinden in Tirol wurde aufgehoben. Die Kurve flacht ab, Menschen sterben (aber nicht Viele) , Menschen sind hospitalisiert (wieder so ein neues Wort), aber wir haben (noch) mehr als genug Intensivbetten. Die ersten Ergebnisse der Studie zur Ermittlung der Dunkelziffer sind vielversprechend. Unter diesen Gesichtspunkten und dem Druck der Wirtschaft, beginnen wir also nächste Woche mit dem schrittweisen Lockern der Maßnahmen. Man hat sich u.a. dazu durchgerungen um der Bevölkerung eine Alternative zu geben. Ich falle wie immer aus der Reihe und fühle mich nicht beruhigt, eher das Gegenteil. Aber ändern kann ich es eh nicht.

Im Büro war heute die Aufregung groß, bei der Übermittlung sensibler Daten ist ein sehr unangenehmes Missgeschick passiert. Jetzt kann man sagen, wir sind ja alle nur Menschen und derzeit sehr angespannt, aber das darf halt nicht passieren. Wir haben es ganz gut gelöst, ob das Vertrauen wieder hergestellt wurde, wird sich später zeigen. Das hat die ganze Corona-Mieter-Stundung-Sache ein wenig gedämpft. Ich werde weiterhin mit der Arbeit nicht fertig, aber langsam gewöhne ich mich an den Zustand.

Morgen darf ich zuhause sein und ich freue mich sehr darauf. Der neue Alltag mit den Kindern ist irgendwie schön, obwohl natürlich auch schräg. Wenn alles wie geplant klappt, werden die Schulen Mitte / Ende geöffnet. Dann ist 5 Wochen Schule (nach 8-9 Wochen zuhause) und dann sind 9 Wochen Sommerferien. Wenn das nicht eigenartig ist, weiß ich auch nicht. In den Ferien wird dann keiner irgendwo hinfahren und wenn, dann wird er schief angeschaut und die Fallzahlen mit dem Kennzeichen am Auto verglichen. Ich höre oft, diese Pandemie ist eine Chance und vieles wird sich ändern. Die Frage ist, ob die Veränderungen positiv sein werden.

Ein Gedanke zu „Tag 23“

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