21.5.2020

Feiertag, endlich wieder schulfrei,….

Die Kinder waren also Montag und Dienstag nach 9 Wochen wieder in der Schule. Es war sonnig, etwas frisch, aber angenehm und ich habe die Kinder am 1. Schultag begleitet. Die Maske im Bus, das kennen sie schon und muss halt jetzt in der Schule auch getragen werden. Viele Lehrer und sogar die Frau Direktor sind Spalier gestanden, es hätte feierlich sein können, wäre es nicht traurig gewesen. Statt über 300 Kindern kamen nur die Hälfte und die wurden noch einmal getrennt, weil ein zweiter Eingang geschaffen wurde. Das Resümee nach dem ersten Tag? Meinen Kindern hat es gefallen. Sie sind auch motiviert um kurz nach 6 Uhr aus dem Bett gefallen. Sie waren abends anders müde und haben viel besser geschlafen. Aber alles ist anders, irgendwie komisch. Raphael findet richtig gut, dass endlich jeder einen fixen Sitzplatz hat, das wollte er immer schon. Überraschenderweise wurde er mit seinem besten Freund eingeteilt, obwohl es sonst immer hieß, dass sie soviel Ärger machen. Er findet gut, dass weniger Kinder in der Klasse sind und dass er weiterhin Lerninhalte mit Kopfhörer am PC sehen darf. Nicht gut ist, dass es keine Pausen gibt. Nur eine große, wo sie im Garten sind. Der Garten wurde in 3 Zonen eingeteilt, Sportplatz, Klettergerüst und Schaukel. Die Schule teilt die Pausen auf die 3 Zonen auf. Raphi musste am ersten Tag Sport machen. Sport! 😂

Rebecca ist auch mit allen Mädels zusammen, das finde ich schön, denn sie sehen sich bald gar nicht mehr. Es gab richtig viel Zickenterror im März, aber der Lehrer hat sie trotzdem zusammen eingeteilt und es tut ihnen gut, noch einmal Zeit zusammen zu verbringen. Rebecca erzählt, dass der Lehrer sich am Meisten verändert hat, er trägt jetzt Bart und schaut viel männlicher aus. Herrlich die Kleine! Die Lehrer planen eine kleine Abschiedsfeier für die 4. Klassen, vermutlich nur im eigenen Klassenverband. Mal sehen. Dafür hat sie den Hort verweigert. Kaum Jemand ist dort und sie dürfen die Gruppe nicht verlassen. Außer im Garten gibt es keine Treffen. Stinklangweilig für eine bald 10 Jährige. Ich habe sie also abgemeldet, 3 Monate früher als geplant. Was soll’s, so lernt sie gleich, dass sie auch einmal alleine sein kann. Papa wird nicht immer zuhause sein. Nächster Schultag ist der 28.5, bis dahin lernen sie wieder zuhause. Diese neue Realität ist immer noch nicht meine und auch ganz sicher nicht die der Kinder.

Oben im Bild ist „unser“ Sammy, mittlerweile schon recht groß geworden. Ich bin sehr glücklich, dass ich einen guten Platz für unsere Katzenbabys gefunden habe. Aber auch unendlich traurig, dass ich sie weggeben musste. Und der Grund dafür hustet gerade in seinem Zimmer. Es fällt manchmal schwer damit zurecht zu kommen.

Meinen Familientherapeuten habe ich seit Jänner nicht mehr gesehen. Damals hatten wir Katzenbabys und eine Übersiedlung im Sommer war geplant. Die Kinder und ich wollten in eine schön renovierte Wohnung ziehen, jedes Kind hätte ein Zimmer bekommen, der Vater der Kinder wollte nach Deutschland zurück. Dann kam Corona. Auswandern wird heuer nichts mehr, die Wohnung wird nicht ewig auf uns warten, geblieben ist nichts von unseren Plänen. Das fühlt sich falsch an. Aber ich kann derzeit nichts daran ändern, ich habe keine Kraft dafür. Ich bin froh, wenn ich den normalen Alltag hinbekomme. Schlafstörungen begleiten mich seit Mitte März. Ich freue mich, wenn ich wieder eine Stunde mit dem Therapeuten sprechen kann. Weil das immer gut tut.

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