Eingewöhnung

Langsam nimmt die Wohnung Form an. Auch nach 2 Wochen habe ich mich nicht an diesen grandiosen Ausblick gewöhnt. Aus dem Fenster zu schauen ist zu jeder Tages- und Nachtzeit genial. Gerade in kleinen Wohnungen schaut man gern aus dem Fenster. Wenn man dann statt einer Hausfront in die Ferne schaut, kann das was! Wir sprechen mittlerweile die Ansagen der U4 mit 😎

Ich war bei Ikea, weil ich dringend Möbel für die Küche brauchte. Nur das Notwendigste um den Herd und die Spüle anzuschließen. Wir mussten in die SCS, nur dort waren die Teile lagernd. Ich war erschüttert, wie es dort zuging! Vor Ikea eine Schlange von über 100 Leuten, die nachher drinnen Probe sitzen oder liegen und herum schlendern. Das mag ich schon ohne Pandemie nicht. Meine Begleitung habe ich draußen gelassen, er war noch nie im größten Einkaufszentrum weit und breit. Er hat nachher erzählt, dass es viele Schlangen gab, z.B. vor Zara. Nach 30 Jahren in Hamburg wollte er ein Matjesbrötchen kaufen, hat aber wegen der Menschentrauben bei Nordsee aufgegeben. Interessant auch, dass bei Ikea mit Securitys Menschen gezählt und gestoppt werden, im Bauhaus aber nicht. Dort habe ich dann 2 Arbeitsplatten erstanden. Zum Glück habe ich jetzt ohnehin kein Geld mehr um mich irgendwo anstellen zu können.

Die Kinder haben sich schnell eingewöhnt! Sie schlafen viel besser und ich habe das Gefühl, dass sie sich wohl fühlen, trotz dem Chaos hier. Wir haben nebenbei für Geotest und Englisch SA (Rebecca) und Mathe SA (Raphael) gelernt. Auch das hat gut geklappt. Der Ausblick auf den Bahnhof beim Lernen lässt mich viel ruhiger sein. Sie haben schon Freunde besucht von hier aus, der Weg ist halt länger. Rebecca ist zum 1. Mal mit Umsteigen U Bahn gefahren und auch das funktioniert tadellos. Der große Innenhof mit Spielplatz wurde auch schon eingeweiht. Rebecca hat mich auf allen Einkäufen begleitet und kennt jetzt alle Supermärkte hier, nicht unpraktisch.

Am Mittwoch habe ich mir eine Auszeit gegönnt. Ich war den ganzen Tag bei meiner Freundin. Wir saßen eingewickelt in Schaffell und Decken in der Sonne und haben gequatscht. Es ist unfassbar wichtig solche Momente zu haben und abends war ich ausnahmsweise nicht total erschöpft, sondern angenehm müde. Ich schaffe es mittlerweile 6 Stunden am Stück zu schlafen. Auch das ist extrem angenehm!

Jetzt wird die Küche aufgebaut, nächste Woche muss ich den Keller umräumen und praktikabel schlichten. Und zum Augenarzt. Vielleicht noch zum praktischen Arzt wegen Knie und Gallsteinen.

6 Kommentare zu „Eingewöhnung“

  1. Damals, als sich in meinem Leben vieles auf einen Schlag änderte und ich in eine kleinere Wohnung zog, habe ich die Wohnung wegen der Aussicht gewählt. Weite gibt es hier nicht, aber wenigstens Bäume vor den Fenstern. Es ist etwas wert, wenn man nicht auf eine Hauswand schauen muss.

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    1. Ja! Sehr viel sogar! Als Kind hatte ich ein Zimmer( ca. 4m2), das war eigentlich Teil der Küche, wurde aber baulich getrennt. Wenn das Fenster ganz offen war hatte ich noch 2 Schritte zum Bett. Aber die Aussicht aus dem 5. Stock auf den Wilhelminenberg war Gold wert.

      Gefällt 1 Person

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