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Aufgeregt

sind die Kinder heute, denn Rebeccas Taufpate holt sie heute ab und geht mit ihnen in den Wiener Prater. H. ist 21 und war grad 6 Monate beim Bundesheer, die spärliche Freizeit hat er natürlich nicht mit seinem Taufkind verbracht. Umso schöner, dass er heute am sonnigsten Tag der Woche mit ihr unterwegs sein wird.

Als ich ihr erzählte, dass H. mit ihr in den Vergnügungspark gehen wird, kam nicht der übliche Jubelschrei. Zögerlich fragte sie: und Raphael? Naja vom Bruder war keine Rede. Sie hat mich gebeten H. zu fragen, ob Raphael mitgehen kann. Denn alleine macht es nicht soviel Spaß und außerdem ist das unfair. Ich finde das wirklich lieb von ihr, H. hat kein Problem damit und Raphael freut sich natürlich riesig. Es ist schön zu sehen, dass die Kinder trotz der üblichen Streitereien und Eifersüchtelein im Grunde fest zusammen halten!

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Kindermund

Wir hatten wieder das Vergnügen bei la-Mamma das Wochenende am Land zu verbringen und wie das so ist, wenn Engel reisen, hatten wir super Wetter. Gut, es hätte wärmer sein können, aber es hätte ja auch regnen können. Und immerhin für einen Sonnenbrand im Gesicht hat es gereicht.

Es war super erholsam, die Kinder haben sich noch besser vertragen, als im Dezember und wir Ladys hatten viele nette Gespräche. Der Samstag war geprägt von einem sehr schönen Ausflug und gerade bei diesem Bild oben haben wir Alle Tränen gelacht. Rebecca begutachtet das Marterl und weil ich ihr beim letzten Mal vorgelesen habe zu wessen Andenken dieses errichtet wurde, fragte sie ganz harmlos:“ Mama, wer ist hier gestorben?“

Noch bevor ich ihr antworten kann, sagt Raphael im Brustton der Überzeugung:“Na, Jesus“ Wir haben so gelacht, ich hatte weltweit alle Orte mit Jesus am Kreuz vor Augen, wo Er überall gestorben wäre! Während wir noch die Orte von Jesu Geburt und Sterben zusammen kratzen, sagt X. der entzückende Sohn von la-Mamma:“Das steht da nur, dass man betteln kann!“

Als er merkt, dass wir schon wieder Tränen lachen, bessert er schnell auf „beten“ aus. Das Wochenende war nicht nur deswegen einfach grandios!


April

Da wir am Wochenende in die schöne Steiermark fahren und erst im Mai zurück kommen 😉, schreibe ich heute schon. Sonst wird es wieder Juni und ich vergesse die Hälfte.

Das mit dem Vergessen ist auch so eine Sache, das wird immer schlimmer. Heute morgen stehen wir schon beim Bus als eine fremde Frau zu ihrer Tochter sagt:“ Aja, heute ist ja kein Training.“ MIST! Wir haben Rebeccas Judo Tasche vergessen und da heute das letzte Judo Training vor der Gürtelprüfung war, gab es keine Alternative. Zur gleichen Zeit als unser Bus kam, sind wir im Laufschritt zurück nachhause. Morgens geht es um jede Minute und so war ich schon fix und fertig bevor ich noch in der U-Bahn Richtung Arbeit saß.

Ostern war eine angenehme Zeit, ich hatte ab Gründonnerstag Urlaub und mein Bruder hat den Kindern und mir ein Fahrrad gekauft. Mit ihm zu shoppen war witzig, wir haben sehr günstig, wirklich schöne Räder bekommen und ich war Mega stolz, weil,ich mein Rad am Karfreitag die 12 km vom Shop nachhause gebracht habe. Trotz Nieselregen und null Training, ich habe eine Stunde gebraucht und der Muskelkater am nächsten Tag hielt sich in Grenzen. Spricht für das Rad. Außerdem liebe ich diese Stadt, es gab durchgehend Radwege und feiertagsbedingt wenig Verkehr. Wie ich immer sage, Wien ohne Wiener wäre ein Traum! 😎

Ich habe meine erste eigene Wohnungseigentumsversammlung geleitet, das war aufregend und ich muss gestehen, dass ich das nicht täglich brauche. Es ist nur eine kleine Gemeinschaft, dafür war das Hauptthema Baumängel sehr komplex und ich war erleichtert die Sitzung nach 1,5 Stunden schließen zu dürfen. Da solche Treffen erst abends stattfinden und dieses noch dazu außerhalb von Wien war, war ich erst um 21:00 Uhr zuhause, was den Tag sehr, sehr lang macht.

Nachdem wir im März vom Magen/Darmvirus verschont geblieben sind, hat es Raphael diesmal leider erwischt. Zwar nur 1 Nacht und das erste Mal nach 2,5 Jahren, aber trotzdem unangenehm. 3 Tage später, als er längst wieder fit war, bin ich dran gewesen. Den halben Sonntag habe ich mit mir gerungen, ob ich mich für Montag krank melden soll, ich hatte einen Mietvertragstermin, aber es ging mir so elend, dass ich es getan habe. So konnte ich den halben Montag verschlafen und langsam wieder zu essen beginnen. Im Nachhinein muss ich sagen, der Dienstag hätte auch nicht geschadet, der Vormittag war stressig und mir wurde wieder übel und mulmig, weil ich nicht wirklich fit war. Da merkt man langsam das Alter, früher habe ich die Nacht am Klo verbracht und bin morgens wieder auf der Matte gestanden. 

Februar + März 2017

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Hochmotiviert habe ich mir im Jänner gedacht, wenn ich schon nicht regelmäßig schreibe, dann verfasse ich wenigstens monatliche Rückblicke auf das Geschehen.
Was soll ich sagen, heute ist der 07.04.2017 und ich versuche nun die letzten beiden Monate gemeinsam zu verarbeiten.

Februar

In den Semesterferien war Rebecca mit einer Freundin eislaufen und hatte wohl viel Spaß dabei – ich konnte auf den Videos sehen, dass sie schon ganz gut voran kam auf der Eisfläche. Ich muss gestehen, dass ich eislaufen heuer ausgelassen habe, mir war einfach an meinen freien Tagen zu kalt oder zu windig oder zu sonst was. Zur gleichen Zeit hatten wir im Büro 48 Stunden einen Server Ausfall und das war mehr als unangenehm, weil hier ohne Computer einfach nichts geht.

Ich hatte mein letztes Entwicklungsgespräch im Kindergarten und soweit ist alles in Ordnung. Die Pädagogin meinte nur, dass Raphael manchmal sehr starke Gefühlsschwankungen hat und an einem trotzigen Tag kaum wieder zu erkennen ist. Dazu kann ich nur sagen, dass sich das zuhause nicht auf Tage beschränkt sondern innerhalb von Stunden wechseln kann. Ich denke, dass das eine Phase ist, wie so viele, die wir schon hatten und noch haben werden. Solange sich diese Dinge im Rahmen bewegen und das tun sie, versuche ich kein großes Drama daraus zu machen.

Im Fasching wollten sich beide Kinder von sich aus als Arzt verkleiden. Raphael hat das auch gemacht, mit Arztkoffer und echtem Stethoskop. Rebecca hat im letzten Moment auf Prinzessin umgeschwenkt, aber wenigstens diesmal keine Anna oder Elsa, wie die drei Jahre davor. Am Rosenmontag gab es im Kindergarten einen „Alles verkehrt Tag“, wo alle im Pyjama kommen durften und an den Bildern sieht man, dass sie es recht lustig hatten.

Beruflich hatte ich neben dem Serverausfall riesen Probleme mit einer meiner Baustellen, die leider auch im März weiter gingen und sich scheinbar jetzt im April zuspitzen. Das ist stressig, unangenehm und mühsam. Aber über allem hängt das Damokles Schwert der Buchhalterin, die uns Ende Mai verlässt. Sie ist eine Top Kollegin, die wirklich alles weiß und was sie nicht weiß, fragt sie solange nach, bis sie es weiß. Die Frau ist echt der Hammer. Leider wandert sie in die Schweiz aus und lässt uns hier weinend zurück. Speziell mich, weil ich dann zukünftig wieder mehr mit Zahlen und Buchen und Zahlungsplänen und Mahnungen und weiß der Himmel was zu tun haben werde.

März

die Tage werden länger, Gott sei Dank, sage ich nur. Laut Wetterstatistik hat es zwar unterdurchschnittlich wenig geregnet, aber es gab dafür überdurchschnittlich viele Sonnentage und das freut das Gemüt. Heuer hatte ich schon Ende März die Loggia aus dem Winterschlaf befreit und das macht echt Spaß. Die Blumen sind gesät, wir harren der Dinge.

Es gab eine Elternvereinssitzung, wo ich bangen Herzens die Direktorin fragen konnte, ob Raphael in die 1. Klasse einsteigt oder Vorschulkind werden wird. Aber alles gut, erscheint die Schulreife zu haben. Ich war so baff, weil 2 seiner Freunde, die im März schon 6 wurden, fix in die Vorschule eingeteilt wurden. Und Raphael wird erst im Juni 6, aber das war eine andere Schule und scheinbar sind diese Tests hier in Wien von Standort zu Standort verschieden. Auch den Hortplatz habe ich fix zugeteilt bekommen, das heißt ab September sind beide Kinder in der gleichen Schule und im gleichen Hort untergebracht und das vereinfacht die tägliche Organisation enorm.

Anfang März haben wir die Spielplätze in der Umgebung gestürmt, den Kindern hat das gefallen und gut getan, mir war oft aber immer noch zu kalt. ich habe das Gefühl, dass es Wien ohnehin nur noch mit Wind oder Sturm gibt. Wir waren auch auf einem indoor Spielplatz Geburtstag und da habe ich erstmals Raphael in 4 Stunden kaum gesehen. Der Kleine wird auch langsam flügge.

Wir hatten eine Freundin von Rebecca zur Übernachtung bei uns und sie haben sich riesig gefreut. Um 22 Uhr haben alle 3 Kinder geschlafen und ich war happy. Allerdings hätte ich nicht bis Mitternacht netflix schauen sollen. Um 1:35 Uhr hat das Gastkind das Bett voll gespuckt, die erste Hoffnung, dass sie nur das Abendessen nicht vertragen hat, konnte ich nach dem 2. Bettzeugwechsel begraben. Das arme Ding hat bis 05:30 Uhr alle halbe Stunden gespuckt und dann mit Durchfall begonnen. Die Party war schnell vorbei, das Mädchen wurde schon um 07:30 abgeholt. Glücklicherweise hat sie Niemand von uns angesteckt.

Beratungsresistent

Heute waren wir auf der ersten Weihnachtsfeier in der Schule. Leider ist der Termin von 10-12 Uhr für Berufstätige ein bisschen schwierig, aber ich war halt im Außendienst. Es war eine sehr schöne Feier im großen Turnsaal, alle Klassen haben eine kurze Aufführung gezeigt, meine Tochter durfte einen Satz ins Mikrofon sprechen. Sie war völlig entspannt, hat sich sehr gefreut und ich war entsprechend gerührt! Die Direktorin, die mir schon bei der Schuleinschreibung sehr gut gefallen hat, hat sehr liebenswert moderiert und kann auch gut singen. Was mir aber wieder einmal gar nicht gefallen hat, waren so manche Eltern! Warum sind Erwachsene oft so unmöglich, gerne zu Weihnachten besonders unerträglich? Es gab wirklich mehr als genug Sesselreihen und ein Mittelgang, der frei war. Allerdings nur bis zum 1. Auftritt, dann füllte sich der Gang. Schließlich sind die Ersten von hinten gekommen und haben gebeten den Gang frei zu machen. Man kann so gar nichts sehen. Das hat natürlich nicht geklappt. Die Direktorin erkannte das Problem und hat in sehr freundlichen aber bestimmten Worten gebeten den Mittelgang frei zu machen. Das hat genau 2 Auftritte lang funktioniert, dann sind wieder die ersten nach vorn gekommen!

Ich kann nicht verstehen, warum manche Menschen so egoistisch sind. Wir sind Eltern von Volksschulkindern, wenn wir keine Vorbilder sind, wer dann?

Jedesmal wenn ein Erwachsener neben meinen Kindern bei rot über die Straße geht, rufe ich lauthals hinterher, dass WIR nicht bei rot gehen.

Mir kommt vor, dass dieser Egoismus, dieses „nur an sich selbst denken“ immer schlimmer wird! Und speziell vor Weihnachten spitzt sich die Lage zu, die letzten beiden Wochen bin ich unterwegs mehr gerempelt worden, als das ganze Jahr zusammen. Schade eigentlich!

Erwartung


Hier wartet mein Sohn in Tirol auf die Dampflok, er ist 5 und gefühlte 5 Jahre möchte er Dampflok fahren. Im Urlaub war es nun so weit. Ich wusste, es wird laut, schmutzig und stinkig, aber ich wollte ihm die Freude nicht nehmen. Wir waren direkt hinter der Lok, aber nur 5 Minuten, dann sind wir nach hinten gewandert. Es war ihm zu laut, schmutzig und stinkig. Es war ein Erlebnis und die Lok fasziniert ihn immer noch, aber er hat sich die Fahrt anders erwartet.

Ich weiß nicht, warum wir Menschen immer so viel erwarten. Es kommt doch meistens anders, oder? Je weniger man von einer Person oder einer Situation erwartet, desto weniger kann man entäuscht werden, oder? Obwohl ich diese Lektion mehr als einmal gelernt habe, ertappe ich mich immer noch dabei und bin dann frustriert.

Ich kann es kaum erwarten eure Meinung dazu zu lesen 😜

Bloggen

Bei Dominik Leitner ( ich bin leider zu unbegabt ihn richtig zu verlinken) habe ich die Tage zufällig das Projekt*.txt (das sollte auch ein Link sein) entdeckt! Sein 8. Wort Narrenfreiheit hat mich in Sekunden gefangen und der erste Beitrag hier war geschrieben. Mittlerweile habe ich den Tod der 91 jährigen fast Schwiegermutter in Worte gefasst und zig andere Ideen schwirren im Kopf herum! Plötzlich bin ich im Jahr 2003, wo ich mein 1. Weblog begonnen habe und spüre wieder das Kribbeln in den Fingern und im Kopf, wenn eine Geschichte raus will. Und diese ungeheuerliche Befriedigung, wenn der Text fertig ist! Seit 2009 habe ich diesen Zustand nicht mehr gespürt und jetzt frage ich mich, wie konnte ich ohne schreiben leben? Ok, ich habe dazwischen 2 Kinder bekommen, immer voll gearbeitet und bin oft nur zum lesen zu müde. Aber dieser Drang zur Kreativität, diese Erleichterung, wenn der Text fertig ist und der Stolz, wenn ein Echo folgt, einfach unbeschreiblich!